Reaktionen: Chefredakteure
Alexander Stock, ZDF, Leiter Unternehmenskommunikation
Zum Stichtag 1. Januar 2012 lag der Anteil an Frauen in Leitungsfunktionen bereits bei 35,4 Prozent. Dieser relativ hohe Anteil ist das Ergebnis eines langen Prozesses.
Thomas Seim, Neue Westfälische, Chefredakteur
Ich bin – bislang – nicht überzeugt davon, dass eine Debatte über eine Quote, wie Sie sie anregen und führen wollen, etwas bewirken kann. Wenn man über eine Quote angemessen sprechen wollte, müsste man se m.E. an qualitativ messbare Parameter knüpfen.
Norma Krokowski, Landlust, Redaktion
Zu Ihrer Information teilen wir Ihnen mit, dass wir dieses Quote heute schon übererfüllt haben.
Ulrich Wilhelm, Bayerischer Rundfunk, Intendant
Tatsächlich sind Frauen in unserem Land in Führungspositionen häufig noch unterrepräsentiert. Gleichzeitig ist hinreichend bekannt, dass unternehmerische Entscheidungen deutlich mehr Erfolg versprechen, wenn sie gemeinsam von Frauen und Männern getroffen werden.
Thomas Hauser, Badische Zeitung, Chefredakteur
Aber die Dinge werden sich entwickeln. Ob mit oder ohne Quotendruck und jenseits aller willkürlichen gesetzten Zielmarken.
Mathias Döpfner, Axel Springer AG, Vorstandsvorsitzender
Die bloße Quotensteigerung allein reicht nicht aus. Um einen höheren Frauenanteil im Unternehmen dauerhaft zu etablieren, bedarf es eines kulturellen Wandels. Immer mehr Frauen erwarten Bedingungen, die zu ihrer Lebensplanung – also insbesondere zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf – passen.
Ralf Geisenhanslüke, Neue Osnabrücker Zeitung, Chefredakteur
In der Tat wären für uns Frauen die Lösung und nicht das Problem. Sie können uns dabei helfen, die Dinge so zu sehen, wie es die Gesellschaft in Deutschland auch tut: nämlich ausgewogen im Sinne der gleichmäßigen Geschlechterverteilung.
Joachim Dorfs, Stuttgarter Zeitung, Chefredakteur
Schaffen wir eine Frauenquote von 30 Prozent auf allen Ebenen bis 2017? Ziemlich sicher bin ich, dass es mehr sein werden als heute, weil wir seit zwei Jahren eine Frauen-AG haben und das Thema Frauenförderung systematisch angehen, was sich unter anderem in einer Betriebsvereinbarung niedergeschlagen hat.
Ullrich Erzigkeit, Ostthüringer Zeitung, Chefredakteur
In unserer Redaktion ist es seit über 20 Jahren eine Selbstverständlichkeit, dass bei der Besetzung von Führungspositionen aller Hierarchiestufen Frauen und Männer bei entsprechender Eignung die gleichen Chancen haben. So erreichen wir die von Ihrer Initiative propagierte Zukunftsquote schon seit Jahren.


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